Empfehlungen:
DSL Anbieter vergleichenHardwarebester DSL AnbieterVerbrauchsmaterialDSL 16000 - die besten DSL Anbieter

DSL Technik, Call&Surf Tarife, Tripleplay Tarife

 

Inzwischen sind 93% aller deutschen Haushalten technisch dazu in der Lage einen schnellen Breitband-Anschluss zu erhalten (lt. Deutsche Telekom, Januar 2008). Das kann man beinahe schon als flächendeckend bezeichnen. Jedoch: Die restlichen 7% entsprechen immerhin rund drei Millionen Haushalten, das ist immer noch ein riesiges Potential für den Ausbau des DSL Netzes.

Voraussetzung für die Schaltung des üblichen A-DSL und seiner Varianten wie A-DSL2 ist nach wie vor die gute alte Kupfer-Doppelader. Dabei handelt es sich um die Anschlussart, die von der Post und danach der Deutschen Telekom bereits seit Jahrzehnten für die normalen Telefonanschlüsse verwendet wird. Auf diese Anschlüsse kann ohne größeren Aufwand das DSL-Signal geschaltet werden, bei der Telekom mittels der Call&Surf Tarife.

Und genau das ist der Grund, warum noch so viele Haushalte kein DSL bekommen können. Denn in einigen Regionen, beispielsweise in den neuen Ländern, wurde bereits das modernere Glasfaser verlegt. Die herkömmliche DSL-Technik kann jedoch nicht mit den Glasfaserverkabelungen betrieben werden. Es musste also schnell eine Lösung gefunden werden, um dieses ärgerliche Problem zu lösen. Die Telekom führte daher im Jahr 2005 die V-DSL Technik ein (very high speed digital subscriber line).

Hierbei wird nur noch für das letzte Stück zum Kunden die Kupferader verwendet. Der Rest der Strecke zwischen Kunden und Vermittlungsstelle wird dann per Glasfaserverkabelung realisiert. Der Vorteil ist, dass so weit schnellere Datenübertragungsraten erzielt werden können. Aktuell ist ein V-DSL 50 Anschluss das Maß aller Dinge, die Daten werden also mit 50Mbit/sec übertragen. Gegenüber einem normalen DSL 2000 Anschluss ist das also das 25-fache. Natürlich kann auch V-DSL50 nicht in allen Glasfasergebieten verwendet werden, oft muss man mit langsameren Raten leben.

Da solche Geschwindigkeiten für das normale Surfen und Downloaden mehr als ausreichend sind, lag es nahe, die DSL-Leitung auch für andere Zwecke einzusetzen. So hat die Telekom 2006 damit begonnen auch Fernsehen per DSL zu ermöglichen. Im Jahr 2008 steht bereits ein TV-Vollprogramm aus knapp 100 Sendern zur Verfügung, welches über die DSL-Leitung bezogen werden kann.

Es handelt sich dabei um die Tripleplay Tarife der Telekom. Für Empfang in HD-Qualität ist zumindest V-DSL25 nötig. Dazu muss ein Empfangsreceiver angeschafft werden, der zwischen PC und Fernseher geschaltet wird. Wir haben hier eine spannende Entwicklung vor uns und möglicherweise wird das TV über die DSL-Leitung eines Tages Kabel- oder SAT Fernsehen ganz ablösen.

 


 

Ein Gastbeitrag von Ed Haase